pretoria evangelism and nurture


Geschichte

Was mittlerweile unter dem Namen PEN – Pretoria Evangelism and Nurture – bekannt ist, nahm vor weit über zehn Jahren seinen Lauf. Eine kleine Gruppe christlich orientierter Personen begann sich zu organisieren und nahm sich der problematischen Lebensbedingungen der Innenstadtbevölkerung an. Zu einer Zeit, da solches Engagement und die Zusammenarbeit von Bewohnerinnen und Bewohnern einer Stadt – unabhängig ihrer Hautfarbe – politisch noch unerwünscht und verboten war, wurden erste Unterstützungsmaßnahmen durchgeführt und weiter ausgebaut.

Seit 1992 ist PEN eine registrierte und wachsende Non-Profit-Organisation (Section 21 Company), die mit etwa 150 haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden professionell Hilfs- und Unterstützungsangebote durchführt. PEN`s Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten persönliche und gesellschaftspolitische Beiträge, soziale Ungleichheit, Ausgrenzung und Armut zu verringern. Sie setzen sich für eine Verbesserung von Lebensbedingungen ein, fördern Bildung sowie eine Vernetzung des fürsorglichen Miteinanders innerhalb der wachsenden Gemeinschaft.

Gegenwart

„Pretoria“, der Stadtname des alten politischen Systems (Tshwane, der Stadtname des neuen politischen Systems), steht für solidarisch verantwortliche Gestaltung des Zusammenlebens innerhalb der Stadt. „Evangelism“ ist Ausdruck der christlichen Orientierung dieser nichtkonfessionellen Organisation, deren Handlungsbasis und Vision ein gleichberechtigtes, fürsorgendes und friedliches Miteinander ist. „Nurture“ steht für Förderung und Versorgung all jener, die darauf angewiesen sind – unabhängig ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe, religiöser Überzeugungen, Weltanschauungen oder anderer Kriterien, die ausgrenzend einsetzbar sein können.
Mit regelmäßigen Angeboten und Projekten, die größtenteils im Zentrum der Stadt durchgeführt werden, begegnet PEN den akuten Bedürfnissen der Innenstadtbevölkerung und setzt auf den langen Weg, über dauerhafte Beziehungen nach und nach ein sozialtragfähiges und fürsorgendes Netz des Zusammenlebens aufzubauen.

Ziele

PEN versteht ihre Aufgabe als Selbsthilfe. Angebote werden am Bedarf, den persönlichen Potentialen und Lebenssituationen der Personen ausgerichtet, die auf Unterstützung angewiesen sind. Sie schaffen neue Lebensperspektiven und tragen dauerhaft zu sozialer und wirtschaftlicher Einbindung bei. Angebotsschwerpunkte bilden die körperliche und emotionale Versorgung von Kindern und Jugendlichen einschließlich therapeutischer Begleitung. Betreuung, Grundbildung, Lernförderung und Lernbegleitung, Vermittlung sozialer und beruflicher Kompetenzen sowie Elternarbeit bzw. Arbeit mit Erziehungsverantwortlichen gehören ebenfalls zu ihren Angeboten. Weitere Hilfsmaßnahmen sind auf die physische und medizinische Grundversorgung von Obdachlosen ausgerichtet. Diese beinhalten darüber hinaus eine Wohnraumvermittlung sowie die Beschaffung von Arbeitsmöglichkeiten, soweit dies möglich ist.

Präventionsarbeit im Bereich HIV/AIDS wird durch Aufklärung, Peergruppenarbeit und Information geleistet. Die Betreuung und medizinische Behandlung von HIV-Infizierten und an AIDS erkrankten Menschen bis hin zur Sterbebegleitung und Nachversorgung der Hinterbliebenen (zumeist Kinder) sind ein weiterer Angebotsschwerpunkt.
Die angebotenen Projekte werden aus Spendengeldern und Zuwendungen finanziert und müssen regelmäßig eingeworben werden. Sie sind langfristig und auf Nachhaltigkeit ausgerichtet, schaffen Arbeitsplätze sowie berufliche Qualifizierung und damit Wege, Selbsthilfe zu leisten.